Sourcing-Strategien: Wie du heute wirklich gute Mitarbeiter findest
Mal ehrlich: Wann hast du das letzte Mal eine richtig gute Bewerbung ĂĽber eine Stellenanzeige bekommen?
Falls du jetzt länger nachdenken musst, bist du nicht allein. Der Arbeitsmarkt hat sich komplett gedreht. Die besten Fachkräfte schauen gar nicht mehr in Stellenportale – die sind längst vergeben oder zufrieden, wo sie sind.
Die harte Wahrheit: Warten auf Bewerbungen funktioniert nicht mehr. Du musst rausgehen und die richtigen Leute finden.
Genau darum geht's bei Sourcing-Strategien. Und in diesem Artikel erfährst du, welche es gibt und was für Steuerberater und kleinere Unternehmen wirklich funktioniert.
Was ist Sourcing ĂĽberhaupt?
Ganz einfach: Sourcing bedeutet, dass du aktiv nach passenden Kandidaten suchst und sie ansprichst – bevor sie sich überhaupt bewerben.
Anders gesagt: Du wartest nicht darauf, dass jemand klopft. Du gehst selbst zur TĂĽr raus und holst die richtigen Leute.
Warum "Stellenanzeige schalten und warten" nicht mehr klappt
Kennst du das? Du stellst eine Anzeige online, wartest ein paar Wochen und bekommst entweder gar nichts oder nur unpassende Bewerbungen.
Das liegt daran:
- Gute Fachkräfte schauen nicht in Jobportale
- Die, die aktiv suchen, haben oft einen Grund (und der ist selten positiv)
- Deine Anzeige geht in der Masse unter
Deshalb brauchst du andere Strategien.
Die 6 wichtigsten Sourcing-Strategien (und was davon wirklich taugt)
1. Passive Sourcing – das klassische "Warten"
Was passiert hier: Du schaltest Anzeigen und hoffst auf Bewerbungen.
Vorteile:
- Wenig Aufwand am Anfang
- Kennst du schon
Nachteile:
- Erreichst nur aktiv Suchende (meist nicht die Besten)
- Lange Wartezeiten
- Oft unpassende Kandidaten
Mein Fazit: Für umkämpfte Positionen heute fast nutzlos.
2. Active Sourcing – du gehst auf die Jagd
Was passiert hier: Du suchst gezielt nach passenden Kandidaten und sprichst sie direkt an – meist über LinkedIn oder XING.
Vorteile:
- Du erreichst auch zufriedene Mitarbeiter
- Viel höhere Qualität der Kandidaten
- Du hast die Kontrolle
Der Knackpunkt: Die Ansprache muss stimmen. Keine Standard-Mails Ă la "Wir haben da was fĂĽr Sie". Das ignoriert jeder.
Besser so:
- Persönlich und individuell
- Zeig echtes Interesse an der Person
- Erkläre, warum gerade sie interessant ist
Mein Fazit: Aktuell eine der besten Strategien – wenn du's richtig machst.
3. Social Media Sourcing – erst vertrauen, dann ansprechen
Was passiert hier: Du nutzt Social Media, um dein Unternehmen zu zeigen und Vertrauen aufzubauen, bevor du Kandidaten ansprichst.
Vorteile:
- GroĂźe Reichweite
- Leute lernen dich kennen, bevor du sie kontaktierst
- Besonders gut fĂĽr kleinere Unternehmen
Wichtig: Es geht nicht um Hochglanz-Marketing. Zeig den echten Arbeitsalltag, dein Team, deine Werte.
Beispiele:
- Ein Tag im BĂĽro
- Mitarbeiter-Interviews
- Ehrliche Einblicke in Projekte
Mein Fazit: Super Ergänzung zu Active Sourcing, besonders für KMUs.
4. Talent Pools – der lange Atem zahlt sich aus
Was passiert hier: Du baust ĂĽber Monate und Jahre einen Pool von interessanten Kandidaten auf und sprichst sie an, wenn eine passende Position frei wird.
Vorteile:
- Schneller Zugriff bei neuen Stellen
- GĂĽnstiger auf lange Sicht
- Nachhaltige Lösung
Herausforderung:
- Braucht regelmäßige Pflege
- Klare Prozesse nötig
Mein Fazit: Perfekt, wenn du regelmäßig Leute suchst und langfristig denkst.
5. Empfehlungen – deine Mitarbeiter als Scouts
Was passiert hier: Deine Mitarbeiter empfehlen Leute aus ihrem Netzwerk.
Vorteile:
- Hohe Passgenauigkeit (deine Leute wissen, wer reinpasst)
- Schnelle Einstellung
- Neue Mitarbeiter fĂĽhlen sich schnell wohl
Nachteile:
- Begrenzte Reichweite
- Nicht skalierbar
- Risiko: Immer ähnliche Profile
Mein Fazit: Gute Ergänzung, aber als alleinige Strategie zu begrenzt.
6. Hybrid-Sourcing – die Mischung macht's
Die Realität: Die erfolgreichsten Unternehmen setzen nicht auf eine Strategie, sondern kombinieren clever:
- Active Sourcing fĂĽr die gezielte Ansprache
- Social Media fĂĽr Sichtbarkeit und Vertrauen
- Talent Pools fĂĽr die Nachhaltigkeit
So entsteht echte Planbarkeit beim Recruiting.
Was funktioniert fĂĽr Steuerberater und kleinere Unternehmen?
Nach meiner Erfahrung ist die beste Kombination:
Active Sourcing + Social Media Sourcing
Warum?
- Du erreichst auch passive Kandidaten
- Baust Vertrauen auf, bevor du ansprichst
- Zeigst dein Unternehmen von der menschlichen Seite
- Hast trotzdem die Kontrolle ĂĽber den Prozess
Welche Strategie passt zu dir?
Das hängt ab von:
- Wie dringend brauchst du jemanden?
- Welche Positionen suchst du?
- Wie viel Zeit kannst du investieren?
- Wie oft suchst du neue Mitarbeiter?
Faustregel: Je spezieller die Position und je umkämpfter der Markt, desto aktiver musst du werden.
Fazit: Sourcing ist kein Nice-to-have mehr
Wer heute noch nur Anzeigen schaltet und wartet, überlässt sein Recruiting dem Zufall.
Sourcing bedeutet:
- Du hast die Kontrolle
- Du findest schneller die Richtigen
- Du erreichst auch die, die nicht aktiv suchen
Und genau das brauchst du in einem Markt, wo gute Leute rar sind.
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