Die richtigen Fragen an einen Headhunter – damit du nicht auf die Nase fällst
Kennst du das auch? Du suchst händeringend nach guten Mitarbeitern, aber die besten Kandidaten sind schon längst vergeben oder gar nicht erst auf Jobsuche.
Als Steuerberater oder Geschäftsführer denkst du dann schnell: "Okay, ich brauche einen Headhunter." Aber Moment mal – nicht so schnell!
Hier ist das Problem: Headhunter ist nicht gleich Headhunter. Manche arbeiten wirklich strategisch und finden dir die Perlen. Andere? Nun ja, die verkaufen dir teure Stellenanzeigen und nennen es "Executive Search".
Damit du nicht Monate wartest, Geld verbrennst und am Ende frustriert bist, solltest du vorher die richtigen Fragen stellen.
Warum du nicht einfach blind vertrauen solltest
Ein guter Headhunter ist wie ein Geschäftspartner – er versteht dein Unternehmen, deine Kultur und weiß genau, wen du brauchst. Ein schlechter? Der schickt dir jeden, der halbwegs ins Profil passt.
Das Ergebnis von falscher Wahl:
- Wochenlang keine vernĂĽnftigen Kandidaten
- Hohe Kosten fĂĽr wenig Leistung
- Genervtes Team, weil die Position einfach nicht besetzt wird
Die 8 entscheidenden Fragen (und worauf du bei den Antworten achten musst)
1. "Wie gehen Sie konkret vor, um Kandidaten zu finden?"
Warum das wichtig ist: Viele reden von "Direktansprache", schalten aber am Ende nur Anzeigen auf XING und Co.
Gute Zeichen:
- Sie sprechen von persönlicher Kontaktaufnahme
- Sie nutzen Business-Netzwerke strategisch
- Sie erklären dir ihre Sourcing-Strategie
Rote Flagge: "Wir schalten Ihre Stelle auf 20 Portalen." – Das kann jeder.
2. "Kennen Sie unsere Branche wirklich?"
Warum das zählt: Ein Headhunter für IT-Spezialisten versteht vielleicht nichts von Steuerberatung oder Handwerk.
Gute Zeichen:
- Konkrete Beispiele aus deiner Branche
- Sie verstehen deine typischen Herausforderungen
- Sie können dir ähnliche Fälle schildern
Tipp: Lass dir Referenzen zeigen – aber echte, nicht nur Namen auf der Website.
3. "Wie sprechen Sie potenzielle Kandidaten an?"
Warum das entscheidend ist: Gute Kandidaten bekommen täglich Anfragen. Wer mit Standard-Mails arbeitet, wird ignoriert.
Gute Zeichen:
- Persönliche, individuelle Ansprache
- Sie nehmen sich Zeit fĂĽr jeden Kandidaten
- Keine Massenmails oder Templates
Warnsignal: "Wir haben da ein bewährtes System..." – meist bedeutet das: Copy & Paste.
4. "Wie prĂĽfen Sie, ob ein Kandidat wirklich zu uns passt?"
Warum das wichtig ist: Fachlich qualifiziert ist eine Sache – aber passt die Person auch ins Team?
Gute Zeichen:
- Ausführliche Vorab-Gespräche
- Sie fragen nach deiner Unternehmenskultur
- Sie wollen verstehen, was "passend" fĂĽr dich bedeutet
Das Ziel: Wenige, aber dafür richtig gute Gespräche statt 20 unpassende Kandidaten.
5. "Wann kann ich mit ersten Ergebnissen rechnen?"
Warum das zählt: Recruiting ohne Zeitplan ist wie Autofahren ohne Navi.
Gute Zeichen:
- Konkrete Zeitfenster (z.B. "Erste Kandidaten in 2-3 Wochen")
- Klare Meilensteine
- Realistische Einschätzung
Vorsicht bei: "Das ist schwer zu sagen..." – Erfahrene Headhunter können das sehr wohl einschätzen.
6. "Wie bleibe ich ĂĽber den Fortschritt informiert?"
Warum das wichtig ist: Du willst nicht wochenlang im Dunkeln tappen.
Gute Zeichen:
- Regelmäßige Updates (wöchentlich oder alle zwei Wochen)
- Klare Zahlen: Wie viele Kontakte, Gespräche, etc.
- Offene Kommunikation auch bei Problemen
7. "Wie sieht Ihr Honorarmodell aus?"
Warum das relevant ist: Die VergĂĽtung zeigt, wie der Headhunter arbeitet.
Gute Zeichen:
- Transparente Struktur
- Leistung ist klar definiert
- Preis-Leistung stimmt
Vorsicht bei:
- Extrem niedrigen Preisen ohne erkennbare Leistung
- Nur Erfolgshonorar, aber null Transparenz im Prozess
8. "Was macht Sie anders als andere?"
Die Königsfrage: Hier merkst du schnell, ob jemand wirklich weiß, was er tut.
Gute Zeichen:
- Klare, ehrliche Antwort
- Konkrete Beispiele
- Keine Marketing-Floskeln
Warnsignal: Allgemeine Phrasen wie "Wir sind die Besten" oder "Wir haben 20 Jahre Erfahrung".
Woran du einen guten Headhunter erkennst
Ein Profi:
- Stellt dir selbst viele Fragen
- Hört mehr zu, als er redet
- Sagt auch mal "Nein", wenn es nicht passt
- Verkauft nicht sofort, sondern versteht erst dein Problem
Fazit: Vertrauen ist gut, die richtigen Fragen sind besser
Such dir keinen Headhunter, der dir das Blaue vom Himmel verspricht. Such dir einen, der ehrlich ist, Ahnung hat und transparent arbeitet.
Denn am Ende geht es um mehr als nur eine Stellenbesetzung – es geht um die Zukunft deines Unternehmens.
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